Ungermann Albert

SPD Linsengericht zum Abschied von Albert Ungermann aus dem Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Linsengericht

Vergangene Woche wurde Albert Ungermann ganz offiziell verabschiedet und aus dem Amt entlassen.

Vieles über ihn, seine Arbeit und sein Wirken wurde bereits gesagt und geschrieben, aber es ist der SPD Linsengericht ein besonders wichtiges Anliegen, nochmal würdigend auf seine Amtszeit zurückzublicken.

Mit dem Abschied von Albert Ungermann aus dem Amt des Bürgermeisters endet in Linsengericht eine Zeit, die von Kontinuität, Verlässlichkeit und einer klaren Handschrift geprägt war. Über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg führte er die Gemeinde mit einem Verständnis für die Menschen, das aus tiefer Heimatverbundenheit erwuchs.

Dazu die SPD-Fraktionschefin Annette Fehlhauer: „24 Jahre, das ist mehr als nur eine Zahl. Das sind unzählige Sitzungen, in denen Albert mit Herzblut für Linsengericht gearbeitet hat“
Sein Wirken war geprägt von dem Anspruch, Linsengericht positiv zu gestalten – mit Blick für das Machbare, aber auch mit Mut für das Notwendige. Während seiner Amtszeit stellte Ungermann entscheidende Weichen und stieß Entwicklungen an, die das Leben vieler Menschen und die Struktur der Gemeinde nachhaltig verbessert haben.

Ein zentrales Anliegen war die Sanierung von Kindertagesstätten. Ungermann erkannte früh, dass moderne, gut ausgestattete Einrichtungen die Grundlage für gelingende frühkindliche Bildung sind. Unter seiner Führung wurden die Kitas der Gemeinde umfassend erneuert, modernisiert und an die Bedürfnisse einer wachsenden Bevölkerung angepasst. Gleichzeitig setzte er sich für den Neubau weiterer Kindertagesstätten ein, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden und Familien verlässliche Betreuungsangebote zu bieten. Diese Investitionen sind Ausdruck seines Verständnisses von sozialer Verantwortung und Zukunftsorientierung.

Auch die Entwicklung neuer Gewerbegebiete gehörte zu den prägenden Projekten seiner Amtszeit. Ungermann schuf Rahmenbedingungen, die Unternehmen Perspektiven boten und Arbeitsplätze in der Region sicherten. Mit Weitblick und Verhandlungsgeschick gelang es ihm, Flächen zu entwickeln, die wirtschaftliche Stabilität förderten und Linsengericht als attraktiven Standort stärkten. Parallel dazu setzte er sich für die Schaffung neuer Wohnbauflächen ein, um jungen Familien, Rückkehrern und Neubürgern die Möglichkeit zu geben, in Linsengericht ein Zuhause zu finden. Diese Balance aus wirtschaftlicher Entwicklung und sozialer Verantwortung war ein Markenzeichen seiner Politik.

Besonders am Herzen lag ihm der Bürgerbus, ein Projekt, das Mobilität und Teilhabe miteinander verbindet. Ungermann unterstützte die Initiative von Beginn an und trug maßgeblich dazu bei, dass der Bürgerbus zu einem festen Bestandteil des Gemeindelebens wurde – ein Beispiel dafür, wie Ungermann praktische Lösungen fand, die den Zusammenhalt stärken.

Sein Engagement für die Sportvereine und die Linsengrichter Wehren war ebenso prägend. Ungermann wusste, dass Sport nicht nur Bewegung bedeutet, sondern Gemeinschaft, Integration und Lebensfreude. Er unterstützte die Vereine bei Modernisierungen, bei der Pflege von Anlagen und bei der Umsetzung neuer Projekte. Viele Vereinsverantwortliche erinnern sich an einen Bürgermeister, der nicht nur Grußworte sprach, sondern sich wirklich für die Menschen hinter den Strukturen interessierte und ihre Anliegen ernst nahm.

Auch die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung trieb er konsequent voran. Unter seiner Führung wurden Prozesse modernisiert, digitale Angebote ausgebaut und Verwaltungswege vereinfacht. Damit legte er den Grundstein für eine Verwaltung, die bürgernah, effizient und zukunftsfähig ist. Ungermann verstand Digitalisierung nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug, um den Menschen den Alltag zu erleichtern und die Verwaltung fit für kommende Herausforderungen zu machen.

„All diese Projekte wären jedoch nur halb so wirksam gewesen ohne die Art, wie Albert Ungermann sein Amt ausfüllte. Er war ein Bürgermeister, der präsent war, der zuhörte, der Konflikte ernst nahm und tragfähige Lösungen suchte,“ so die Vorsitzende der SPD Linsengericht Karin Eichhorn.

Mit seinem Abschied endet ein Kapitel, das Linsengericht geprägt hat wie kaum ein anderes. Die Gemeinde steht heute auf einem Fundament, das Ungermann über viele Jahre hinweg mit Geduld, Sachverstand und Herzblut aufgebaut hat. Seine Arbeit wirkt weiter – in sanierten Kitas, in neuen Wohngebieten, auf modernen Wanderwegen, in lebendigen Vereinen, in einer digitalisierten Verwaltung und in einer Gemeinde, die zusammenhält. Albert Ungermann hat Linsengericht nicht nur geführt, sondern geformt.

Wir danken Albert von ganzem Herzen!